Afterbuy-Lösung für: Versandkosten werden seit Umstellung der Kaufabwicklung manchmal mehrfach berechnet

Am 30. Juni wurde der Checkout Redirect abgeschaltet. Seitdem schließen Käufer die Kaubabwicklung direkt bei eBay ab. Als eBay Unternehmen bietet Afterbuy einen Vorteil, den andere Tool nicht bieten: die Berechnung der Versandkosten durch Afterbuy.

Soweit so gut. Leider gibt es hin und wieder Probleme damit. In der Kaufabwicklung muss eBay die Versandkosten bei Afterbuy abrufen. Das funktioniert teilweise nicht. Versandkosten werden manchmal doppelt oder dreifach berechnet.

Warum das passiert und wessen Schuld es ist, weiß niemand genau. Nur dass Afterbuy auf eBay verweist und fragt man eBay, verweisen die einen auf Afterbuy. Und wenn man es testet, lässt es sich nicht reproduzieren…

Was genau geht schief?

eBay bekommt in derKaufabwicklung keine Info von Afterbuy. Was dann passiert ist, das eBay auf die Versandkostenregeln in Mein eBay ausweicht. Sind diese nicht konfiguriert, werden die einzelnen Versandkosten bei Mehrfachbestellungen addiert  -also mehrfach berechnet. Wenn Ihnen das Problem schon passiert ist, wissen Sie, dass Käufer so etwas nicht lustig finden und nur schwer verstehen, dass das ein technisches Problem ist und nicht Ihre böse Absicht.

Wie kriegen wir die Kuh vom Eis?

Wir haben eben festgestellt, dass in den “Ausfällen” die Versandkosten von eBay gezogen werden. Das hat uns vor einigen Wochen auf eine Idee gebracht: was wäre, wenn wir quasi als Sicherheitsnetz, noch die Versandkostenregeln von Mein eBay aktivieren? Zusätzlich zu den Regeln in Afterbuy?

Regeln, die dann im Notfalls dafür sorgen, dass mehrere Artikel doch noch zusammengefasst werden. Also flux getestet und dann ein Kontrollanruf 2 Wochen später: der  Kunde berichtet, das Problem ist seit dem nicht mehr aufgetreten. Von daher, möchten wir die Lösung gern hier teilen!

Die Anleitung: Wir spannen ein Sicherheits-Versandkosten-Netz

Mein eBay:

  1. Loggen Sie sich in mein eBay ein. Fahren Sie mit der Maus über den Reiter “Mitgliedskonto” und klicken sie auf den Link “Einstellungen”.
  2. Auf der nächten Siete bitte hier entlang navigieren: Versandeinstellungen einblenden > hier oberstes “Bearbeiten” anklicken
  3. Kombizahlungen müssen aktiviert sein. Dann sehen Sie einen Abschnitt “Regeln für Versandpauschale”. Klicken Sie hier auf Bearbeiten.  Ein Eingabedialog erscheint.
  4. Geben Sie hier im Feld “Zusatzgebühr jeweils” ein, was für weitere Artikel extra bverechnet werden soll. Bei den meisten Kunden ist es vermutlich “0,00″. Klicken Sie noch auch auf “Profil hinzufügen”. Damit erschein ein Feld, mit dem sie die Regel benennen können. Das ist hilfreich für die tägliche Arbeit.
  5. Speichern Sie Ihre Änderungen.

Afterbuy:

  1. Gehen Sie in ein beliebiges Listing im eBay Lister.Öffnen Sie das Listing und scrollen Sie weit herunter. Knapp über “Sonstige Einstellungen” finden Sie einen Punkt “Regeln für Versandpauschale mit Profilbezeichnung”. Klicken sie hier auf den Link “Profilnamen aktualisieren”. Damit wird das eben angelegte Profil von mein eBay geladen (wenn Sie es dort nicht benannt haben, sehen Sie ein weißes Dropdown).
  2. Jetzt geht es ans Zuweisen: Sie können das Profil nun Ihren Artikeln in der globalen Änderungen in 500er Schritten zuweisen (sorry, im Import ist es aktuell noch nicht – bitte als Verbesserungsvorschlag bei AB im Forum posten und Kommentar hinterlassen – der Link dazu wird dann hier veröfentlicht).
  3. Sobald Sie die Artikel überarbeitet haben, müssen Sie die Angebote synchronisieren. Dazu müssen Sie beim Synchronisieren den Haken bei “Versandkosten” setzen (und asynchroner Jobs, für 500er Schritte).
    Hinweis: In den Ergebnissen der Synchronisierung steht dann, dass das Profil deaktiviert wurde. Lassen Sie sich nicht beunruhigen. Die Option funktioniert.
  4. Fertig!

Fertig! Das Problem sollte fast gänzlich abgeschafft sein.

Es gibt einige Szenarios, die bei diesem Trick nicht greifen. z.B. wenn Sie bei Mehrfachkäufen ins Ausland eine gewichtsbasierte Versandkostenberechnung benutzen o.ä. – das können die “einfachen eBay Regeln” nicht abfangen. Aber das sollte wirklich nur ganz selten vorkommen. Unsere Lösung sollte Ihnen in jedem Fall die Beschwerden und den Support-Aufwand vom Leib halten. Die Lösung ist halt als Notfall-Fall-Netz gedacht, wenn vorher etwas nicht klappt.

Sobald die Synchronisierung durch gelaufen ist, sollten Ihre Angebot z.B. so aussehen:

 

Update 29.07.2011: Versandkostenproblem bei Channeladvisor schon lange bekannt und Lösung kommuniziert:

Unser Artikel hat doch etwas Aufmerksamkeit erhalten. Ich hatte eben einen hochinteressanten und erhellenden Chat mit meiner alten Kollegin Tina Kruss von ChannelAdvisor. Afterbuy benutzt für die Versandkostenberechnung vermutlich eine seit langem bestehende API – die sog. Shipping-API.

Wäre das der Fall, dann wäre die Kommunikation, dass Afterbuy für die Versandkostenberechnung eine “exklusive Funktion” benutzt, ein Märchen. So sehr wir Afterbuy als gute Allround-Lösung schätzen: Das wäre kein schönes Marketing! Andere Tools könnten theoretisch die Shipping-API nutzen (und tun es teilweise). Gern beleuchten wir dieses Thema näher, wenn uns Infos dazu vorliegen oder im Rahmen der Kommentarfunktion.

Die Shipping-API, die Afterbuy möglicherweise nutzt, ist nach den Infos von Tina traditionell problembehaftet. Womit der Grund für die Fehlberechnungen der Versandkosten klar wäre. Eine Buggy-API. Ob Afterbuy von den Problemen der Shipping-API vorab wußte (so diese denn benutzt wird), oder ob Channeladvisor als international agierender Anbieter bereits früher Erfahrungen mit der API gemacht hat, können wir an der Stelle nicht beurteilen.

AuktionMaster hat eine Reaktion auf unseren Artikel veröffentlicht, den wir gern verlinken. Das Problem war dort schon vor der Umstellung bekannt und kommuniziert worden! Allgemein möchte ich ein Lob los werden: die öffentlich zugängliche Dokumentation von Channeladvisor macht einen sehr guten, strukturierten und übersichtlichen Eindruck. Hier ist zum Beispiel ein Einblick, wie die notwendigen Änderungen des Checkouts übersichtlich kommuniziert wurden.

Update 29.7. – 14:10 Uhr: Afterbuy benutzt exklusive Anbindung

Alexander Glatzel von Afterbuy hat uns eben per Skype versichert, dass Afterbuy eine eigene, auf Afterbuy zugeschnittene Anbindung benutzt. Man arbeitet momentan zusammen mit eBay daran, die Störungen zu beseitigen. Afterbuy empfielt seinen Nutzern derweil, die Lösung, wie sie hier in diesem Beitrag beschrieben wird, umzusetzen.

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