Als Artikelbild haben wir einen besonders schmierigen, erfolgreichen tollen Geschäftsmann heraus gesucht. Sie träumen davon? Vielleicht sitzen Sie irgendwann auch genauso selig grinsend vor Ihrem Rechner – wir wünschen es Ihnen – keine Frage. Der Weg dahin ist aber weit. Einige der häufigsten Stolpersteine beim Start zeigen wir Ihnen in diesem Artikel.
Einleitung: Nach wie vor übt eBay eine magische Anziehungskraft auf potentielle Existenzgründer aus. Viele davon konnten wir als Agentur und Beratung für eBay und Onlinehändler kennen lernen. Aus unserem Erfahrungsschatz möchten wir Ihnen einige wichtige Tipps für den Start mit auf den Weg geben.
1. Was verkaufen? Und wo gibt’s die Liste mit den tollen Einkaufsquellen?
Es passiert hin und wieder, dass da jemand kommt und ein hochprofessionelles Projekt mit unserem größten eBay Design Paket, Beratung und allem Pipapo bucht und bei eBay durchstarten will. Aber oh je… der Lieferant, mit dem man gesprochen hatte, erlaubt nicht, dass die Artikel bei eBay verkauft werden.
Oder: Der frisch gebackene Unternehmer stellt nach kurzer Zeit fest, dass er mit seinen Einkaufspreisen nur schwer bei eBay mithalten kann (Recherchieren Sie die Preise vorab mit Terapeak!). Oder es wurde vor Buchung des Projekts mit uns noch gar kein Lieferant recherchiert und die Suche nach den günstigen Einkaufsquellen, stellt sich nicht als das erwartete Kinderspiel heraus.
Es passiert selten, aber hin und wieder werden wir dann verzweifelt gefragt, wo man denn die tollen super-günstigen Schnäppchen-Lieferanten für hochwertige Markenware findet. Und ob wir nicht wüßten, wie “die großen eBay Händler” das machen. Sorry! Aber wer erwartet, dass wir diese Frage beantworten, den müssen wir enttäuschen. Wir kennen uns mit dem Verkaufen aus – wären wir begnadete Einkäufer, würden wir selbst full-time verkaufen
Wir möchten Sie jetzt aber nicht völlig entmutigen – erfolgreiche Neustarts bei eBay sehen wir regelmäßig. Ihr Traum kann also Wirklichkeit werden. Nur die Einkaufsquellen sind definitiv Händler-Aufgabe. Und wenn Sie einmal gute Lieferanten gefunden haben, sind diese Kontakte Ihr Kapital. Bei der Recherche danach wird Ihnen aber niemand – und zwar wirklich niemand – helfen!
2. eBay Gebühren schon mal durchkalkuliert?
eBay berechnet Gebühren und diese unterscheiden sich zwischen privaten und gewerblichen Verkäufern. Je nach Kategorie gibt es auch Unterschiede. Und es wird zwischen dem Auktions- und Festpreisformat unterschieden. Es gibt die Angebotsgebühr und die erfolgsbasierte Verkaufsprovision nach dem Verkauf. Details finden Sie auf der eBay Seite.
Die Verkaufsprovisionen betragen aktuell maximal 12%. Dazu kommen ggfs. noch PayPal-Gebühren und das Abo für den eBay Shop. Ehe Sie erschrocken vom Stuhl fallen: diese Gebühren sind nicht besonders hoch (auch wenn sie jetzt denken mögen: eBay, die bösen Abzocker!). Die Gebühren bei Amazon betragen in den meisten Kategorien 15% – und da werden Gebühren auch auf die Versandkosten berechnet.
Rechnen Sie das vorab durch und denken Sie nicht, dass Sie bei einem eigenen Onlineshop vollkommen ohne Marketingkosten wegkommen. Suchmaschinenoptimierung ist aufwendig und rechnet man die Kosten dafür ein, ist man schnell bei ähnlichen prozentualen Werten.
3. Alles easy oder was? Von allein wird’s nichts!
Selbständig – das heißt selbst und ständig. Zumindest für die ersten 2-3 Jahre. Bereiten Sie sich auf den Abschied von geruhsamen 40 Stunden Wochen und 30 Tagen Urlaub/ Jahr vor. Ein eBay Geschäft aufzubauen erfordert Energie, Zeit und Ausdauer.
Es erfordert Neugier und den Willen neue Dinge auszuprobieren. Geduld und Ausdauer und eine Frustrationstoleranz – nicht alles, was Sie ausprobieren wird sofort funktionieren. Aber wenn Sie nichts probieren, testen und optimieren, werden Sie auch auf keinen grünen Zweig kommen.
Wenn Sie sich nicht sicher sind, ob Sie das Full-Time leisten können und Ihnen langfristig Spass macht, dann probieren Sie es vielleicht erst mit einem Nebengewerbe nach Feierabend. Dann sehen Sie, wie es für Sie passt und behalten die Sicherheit des Angestellten-Daseins.
4. Logistik, Buchhaltung & Co.
Wenn Sie sich selbstständig machen und auf jährlich 500 Pakete kommen, können Sie mit einem Logistikanbieter (DHL, DPD, GLS, Hermes, UPS…) einen Vertrag abschließen.Viele frisch gebackene Händler wissen das nicht und fragen und verzweifelt, wie man die Adressen einfach auf die Päckchenaufkleber bekommt.
Die Konditionen für Händler sind mit Vertrag günstiger und Sie können in der Regel auch auf eine Software für den Etikettendruck benutzen. Als gewerblicher Händler sollten Sie aber nicht mehr in der Postfiliale die 6,70€-Pakete am Schalter aufgeben.
Überlegen Sie sich, ob Sie sich von lästigen Pflichten wie der Buchhaltung von Anfang an “freikaufen”. Es gibt fast in jeder Stadt einen Buchhaltungservice, der für ein überschaubares Entgelt den Papierkram für Sie übernimmt. Grade am Anfang sind Händler zu geizig dafür. Sie haben als frisch gebackener Händler aber wichtigere Dinge, als “Buchhalternasen zu malen”. Überlassen Sie das den Profis und kümmern Sie sich um den Einkauf und Vertrieb.
5. Unerfahren? Erst mal probieren und schauen
Unsere Beobachtung ist, dass viele heute erfolgreiche Händler klein angefangen haben. Ein Gewerbe ist schnell angemeldet und in Absprache mit Ihrem Arbeitgeber steht einem eBay Nebengewerbe meist nichts im Wege.
Viele Dinge lassen sich vor/ nach Feierabend erledigen. Kalkulieren Sie trotzdem ein, ab und zu einen Tag Urlaub zu nehmen, um Termine wahrnehmen zu können für Verhandlungen, Schulungen oder ähnliches.
Sie können so abschätzen, ob Ihre tolle Geschäftsidee funktioniert oder nicht. Wenn es dann gut läuft, können Sie immer noch den Job kündigen und Ihren Traum vom eigenen Chef verwirklichen.Falls es nicht funktioniert hat, können Sie immer wieder einfach den Rückzug antreten.
Wenn es gut anläuft, sollten Sie schnell über die Nutzung eines geeigneten eBay Tools und ein passendes professionelles Design nachdenken. Damit stellen Sie das künftige Wachstum und Ihre Prozesse auf ein sicheres Fundament. Gern helfen wir Ihnen bei diesen Schritten weiter.


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